Wunschliste – Taj Mahal bei Sonnenaufgang

Auf unserer ersten Indienreise im Dezember 2016 darf der berühmteste Ort des Landes natürlich nicht fehlen: Das Taj Mahal. Selten haben wir bereits vor der Ankunft so eine feste Vorstellung eines Ortes in unseren Köpfen und selten sind wir dennoch so positiv überrascht. Wir sind stets sehr kritisch bevor wir weltberühmte Orte besuchen, denn meistens sind sie überfüllt, laut und anstrengend. Aber an diesem Tag haben wir Glück und eines der schönsten Bauwerke der Welt zeigt sich uns von seiner besten Seite.

Um fünf Uhr Früh klingelt der Wecker und wir sind mehr als aufgeregt, denn heute sehen wir endlich das Taj Mahal. Es ist der letzte Stopp unserer 18-tägigen geführten Tour durch Indien und wir können es kaum mehr erwarten. Mit unserem kleinen Bus werden wir zum Eingang gebracht, wo bereits mehrere Menschen auf die Transportwägen warten, denn für normale Autos ist hier bereits Schluss. Unser Guide lässt wie immer seine Kontakte spielen, schafft es so vor allen anderen einen Wagen zu bekommen und wir drängeln uns geschickt vor. Ganz ehrlich? Schuldgefühle haben wir in diesem Moment keine, denn an solchen Orten sind wir immer froh, wenn wir soviel Stress wie möglich umgehen können. Der Wagen fährt uns dann zum eigentlichen Eingang, bei dem sich jeder einreihen muss. Die Taschen werden kontrolliert und man zeigt sein Ticket vor, wobei Frauen und Männerschlange wie üblich in Indien voneinander getrennt sind.

Leider ist die Männerschlange viel langsamer und so kommt es, dass Irene früher fertig ist als Jonathan und wir nicht gemeinsam das Gelände betreten können. Aber nach zehn Minuten werden auch er und unser Guide kontrolliert und die ganze Gruppe trifft sich wieder. Endlich haben wir es geschafft. Das Taj Mahal steht mit seiner ganzen Pracht vor uns und was sollen wir sagen? Es ist atemberaubend und noch viel schöner, als wir es uns hätten vorstellen können.

Unser Guide führt uns zur linken Seite des Gebäudes und obwohl sich am sonstigen Gelände bereits wahnsinnig viele Menschen befinden, sind wir hier absolut alleine und ungestört. Das Areal ist so groß, dass man auch kaum mehr die anderen Besucher hört. Umgeben vom Morgennebel und im Licht des Sonnenaufgangs wirkt das Taj Mahal beinahe wie eine Fata Morgana. Wir genießen die wundervolle Atmosphäre und lauschen gespannt der Geschichte dieses weltberühmten Bauwerks.

Anschließend erkunden wir das Areal auf eigene Faust und lassen uns dabei auch richtig viel Zeit. Die Innenräume enttäuschen uns ein wenig, hier befinden sich lediglich schlichte Gänge mit weißen Wänden und zwei Grabsteine – die einzige Asymmetrie am ganzen Gebäude (Fotografieren ist hier leider nicht erlaubt.)

Wir sind unserem Guide sehr dankbar für die Bemühung uns diesen einzigartigen Ort so nahe zu bringen, früh  aufzustehen hat sich wieder einmal gelohnt.

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