Was bisher geschah – ein kurzes Update aus Guatemala

Bereits 4 Wochen sind seit unserem letzten Blogeintrag schon wieder vergangen! Und auch wenn man es nach dem Schlusssatz des letzten Beitrages hätte vermuten können: Nein, wir sind natürlich nicht abgereist! Der Grund für unsere Blogabstinenz ist ein anderer: Wir genießen das Reisen im Moment einfach viel zu sehr und hatten bisher schlicht und einfach wenig Zeit ein Update zu schreiben. Im letzten Monat ist so wahnsinnig viel passiert, jeder einzelne Tag auf dieser Reise ist ein Abenteuer. Beginnen wir aber erst einmal von vorne…

Nachdem wir wegen Irenes Hundebiss für eine bestimmte Impfung von unserer hervorragenden Krankenversicherung für 30 Stunden nach Miami geflogen wurden, konnten wir unsere Reise ganz unbeschwert fortsetzen. Gleich vorweg: Irene hat in den letzten Wochen bereits alle notwendigen Impfungen gegen Tollwut erhalten um einen Ausbruch der Krankheit vorzubeugen, es ist also alles wieder gut. Insgesamt haben wir es tatsächlich geschafft 5 Impfungen mit teilweise erheblichen Sprachbarrieren an 5 unterschiedlichen Orten zu erhalten. Wir sind zugegeben ein bisschen stolz auf uns, dass wir die gesamte Zeit hindurch so ruhig und fokussiert geblieben sind und es schlussendlich geschafft haben.

Die nächste Woche haben wir in und um Tulum und an der Laguna Bacalar verbracht. Wir haben abgelegene Mayaruinen besichtigt, haben ein paar Stunden in einheimischen Bussen verbracht, sind Kayak an der Laguna Bacalar gefahren und haben wie immer ganz viele Tacos gegessen.

Hier geht es zu unserem ausführlichen Reisetagebuch der 3. Woche:

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Danach ging es nach Belize. Auch wenn uns das ganze Tollwutthema nicht sehr stark in unserem Reiseverhalten beeinflusst hat, waren wir doch froh mit Belize ein neues Kapitel anfangen zu können und waren von Beginn an Feuer und Flamme für dieses Land. Von der kleinen Stadt Orange Walk Town aus haben wir die abgelegene Mayastätte Lamanai besucht und sogar Brüllaffen gesehen, haben einen Ausflug ins Crooked Tree Wildlife Sanctuary gemacht, sind zum ersten Mal außerhalb Europas per Anhalter gefahren, haben die ersten Kontakte mit der abwechslungsreichen Kultur von Belize gemacht und neue Speisen kennen gelernt. Belize ist im Gegensatz zu Mexiko so völlig anders. Viel sauberer, gepflegter, ruhiger, grüner und irgendwie leichter geht es hier zu, anders können wir es gerade nicht beschreiben. Die Menschen sind einfach wahnsinnig entspannt, große Touristenströme bleiben generell aus und wir hatten ein paar tolle Begegnungen mit Einheimischen.

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Nach Orange Walk Town hat es uns auf die Insel Caye Caulker verschlagen, von der wir uns um ehrlich zu sein etwas mehr erwartet hatten. Doch da wir unsere neue Liebe zum langsamen Reisen entdeckt und hier 5 Nächte verbracht haben, konnte uns auch diese Ecke von Belize schlussendlich begeistern. Wir sind im Hol Chan Marine Reserve mit Haien, Rochen, Schildkröten und Moränen geschnorchelt, haben uns den Traum von einem Flug über das Belize Berrier Reef (das zweitgrößte Korallenriff der Welt) und das berühmte Blue Hole erfüllt, haben in Hängematten am Strand entspannt und sind mit dem Kanu alleine dem Sonnenuntergang entgegen gepaddelt. Klingt kitschig, war es auch.

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Unser nächster Stopp war Hopkins und hier haben wir das gemacht, was wir am besten können: Wir waren wandern. Wir haben sowohl dem Blue Hole National Park, dem Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary und dem Mayflower Bocawina Reserve einen Besuch abgestattet. Einige schweißtreibende Stunden haben wir im belizeanischen Dschungel auf dem Weg zum nächsten Wasserfall verbracht, sind dabei der ein oder anderen Sandfliegenattacke zum Opfer gefallen, waren beim River Tubing, haben ein abgestürztes und verlassenes Flugzeugwrack gesehen und eine verrückte 50 Kilometer lange Fahrradtour mit schlechten Rädern entlang von schlammigen Straßen und anschließender Wanderung überstanden. Zwischendurch waren wir wieder einen Tag im Southern Caye Marine Reserve schnorcheln, ebenfalls ein traumhafter Tag.

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Die nächste Woche haben wir in San Ignacio verbracht. Wir haben wieder einige Mayaruinen besucht, haben die Barton Creek Cave mit dem Kayak erkundet, haben zum ersten Mal Einblick in die Kultur der Mennoniten bekommen, erfahren wie echter Mayakakao hergestellt wird und schmeckt und viele Stunden in Geländewägen auf den wohl schlechtesten Straßen verbracht, die wir je gesehen haben. Wir haben das aufgrund der vielen verschiedenen hier lebenden Kulturen abwechslungsreiche Essen genossen und hatten wieder wahnsinnig viel Spaß daran in einer kleinen Stadt zu sein. Im einzigartigen Mountain Pine Ridge Forest Reserve zeigte sich uns Belize wieder von einer ganz anderen Seite und die Mayaruine Caracol haben wir ebenfalls besichtigt, ein unglaublich toller Tag.

Und ein weiteres Highlight gab es auch noch: Wir waren zum ersten Mal in unserem Leben Caven in der ATM Cave. Was das ist? Stellt euch eine mehrere Kilometer lange Höhle vor, durch die an unterschiedlich geschichteten riesigen Gesteinsbrocken vorbei ein ziemlich starker Fluss fließt. Man schnappt sich eine Schwimmweste, einen Helm und klettert, schwimmt und zieht sich durch die Höhle – 4 Stunden lang vorbei an engen Gesteinslücken und kleinen Wasserfällen hinauf kletternd. Am Ende erwarteten uns verschiedene Mayaarteffakte, diese Höhle wurde nämlich unter anderem als Ritualort für Menschenopfer verwendet. Und ja, man sieht die Überreste dieser Opfer auch heute noch in der Höhle liegen.

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Zurzeit sind wir in Flores, Guatemala, und freuen uns schon auf neue Abenteuer in einem uns bisher unbekanntem Land. Wir haben bereits die lokale Küche ausprobiert und eine traumhafte Bootstour über den See Peten Itza gemacht. Kaum zu glauben, dass wir schon 6 Wochen unterwegs sind, die Zeit ist ehrlich gesagt wie im Flug vergangen…

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Ausführlichere Geschichten bzw. unsere Reisetagebücher zu den einzelnen Wochen findet ihr hier: