5 Wochen durch Guatemala – ein neues Reiseupdate

Es ist wieder so weit, hier ist ein längst fälliges Reiseupdate! Obwohl wir uns fest vorgenommen haben jede Woche von unserer Reise zu berichten, kommen wir zeitlich einfach nicht dazu. Es gibt so wahnsinnig viel zu sehen und ehe man sich versieht, ist schon wieder ein Monat vergangen. Wir schreiben zwar jeden Tag fleißig Tagebuch, werden die Blogbeiträge zu den einzelnen Wochen aber erst zu Hause fertig stellen. Wer wissen möchte was bisher passiert ist, findet unser letztes Update HIER.

In Flores haben wir fast eine ganze Woche verbracht und jeden Tag Ausflüge in die Umgebung gemacht. Wir hatten einen wahnsinnig intensiven Tag bei der Besichtigung der abgelegenen Mayaruine Yaxha, haben auf eigene Faust lediglich bewaffnet mit zwei Helmen und Stirnlampen die Höhle Actun Can erforscht und die verwinkelten Märkte von Santa Elena durchstreift.

Guatemalas meistbesuchte Mayaruine Tikal haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen und verbrachten dort einen überraschend ruhigen Tag: Dadurch, dass wir wieder einmal die Ersten am Areal waren, konnten wir den großen Touristenströmen entkommen und diesen bekannten Ort in den frühen Morgenstunden fast ganz alleine genießen. Wir sind stundenlang durch das große Gelände gestreift, haben die Ausblicke über den Dschungel von zahlreichen Pyramiden genossen und konnten sogar ein authentisches Mayaritual beobachten.

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Zum Abschluss unserer Zeit in Flores hatten wir einen entspannten Tag mit morgendlichem Stand-Up-Paddleboarding, ganz viel Streetfood und einem wunderschönen Sonnenuntergang am See Peten Itza.

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Unsere nächste Station war der Ort Rio Dulce. Dort haben wir in einer tollen Lodge umgeben von Mangrovenwäldern in einem Zelt geschlafen. Jeden Morgen wurden wir von Brüllaffen des umliegenden Reservats geweckt und konnten sie anschließend in den Bäumen beim Klettern und Fressen beobachten.

Von hier aus haben wir eine Bootstour in die Stadt Livingston unternommen und mit Collectivos auf eigene Faust das Nordufer des Lago Izabal mit der Schlucht von El Boqueron, den warmen Wasserfällen der Finca El Paraiso und dem Castillo San Felipe de Lara erkundet.

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Nach einer extrem holprigen sechsstündigen Fahrt durch die schönste Hügellandschaft Guatemalas gefolgt von der längsten Tuktuk Fahrt unseres Lebens sind wir in Lanquin angekommen. Von hier aus haben wir Semuc Champey besucht – einen unterirdischen Fluss, der eine Kaskade von glasklaren Wasserbecken füllt.

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Unser nächster Stop war die im Hochland auf 2300 Höhenmetern gelegene Stadt Quetzaltenango, auch Xela genannt. Von hier aus hieß es wandern, wandern und nochmals wandern. Wir haben den 3772 Meter hohen Vulkan Santa Maria mit atemberaubendem Blick über die umliegende Landschaft bestiegen und den höchsten Punkt Zentralamerikas erklommen: Den 4220 Meter hohen Vulkan Tajumulco,  auf dessen Gipfel wir den wohl spektakulärsten Sonnenaufgang unseres Lebens erlebt haben. Ein weiteres absolutes Highlight und die längste Wanderung dieser Reise war eine sechstägige Tour durch das nördliche Hochland von Guatemala von Nebaj nach Todos Santos. Wir haben in abgeschiedenen Dörfern übernachtet, den höchsten nichtvulkanischen Punkt Zentralamerikas El Torre überquert und einige neue Freundschaften geschlossen. Es war eine unfassbar tolle Zeit, die wir mit Sicherheit noch in einem eigenen Beitrag festhalten möchten.

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Die Stadt Xela selbst hat uns ebenfalls wahnsinnig gut gefallen. Bei reichlich gutem Streetfood haben wir das Leben unter Einheimischen genossen, den Aussichtspunkt Cerro del Baun besucht und einen Ausflug zu den Dörfern Zunil und Almolonga unternommen, wo wir den atemberaubendsten Friedhof entdeckt haben.

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Unser nächster Stopp war das herausgeputzte und sehr touristische Antigua und eine kleine Wanderung zum Vulkan Pacaya, über dessen heißen Lavasteinen der letzten Eruption wir sogar Marshmallows rösten konnten. Als nächstes sind wir endlich die am meisten ersehnte Wanderung unserer Reise angetreten: Die Besteigung und Übernachtung am Vulkan Acatenango. In der Nacht haben wir die Eruptionen des benachbarten Vulkans Fuego miterlebt, der zirka alle 30 Minuten ausbricht. Wir konnten mehrmals glühende Lava unter lautem Grollen und begleitet von dichten Aschewolken den Berg hinunterrinnen sehen, ein unglaubliches Erlebnis!

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Noch am Tag des Abstiegs fuhren wir weiter zu unserer letzten Station in Guatemala: San Pedro de Laguna am Atitlansee. Von hier aus haben wir die zahlreichen Dörfer um den See besucht, den Vulkan San Pedro bestiegen und Zentralamerikas größten Markt in Chichicastenango besucht. Trotz der landschaftlichen Schönheit blieb der See aufgrund des fehlenden Charmes jedoch unter unseren Erwartungen, aber wir konnten nach den Wanderungen der letzten Wochen gut entspannen und unsere Batterien aufladen.

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Mittlerweile haben wir es nach einem höllischen Reisetag nach Comitan de Dominguez in Mexiko geschafft und freuen uns auf einen tollen Ausklang in unserem Lieblingsland dieser Reise. Denn obwohl Guatemala landschaftlich und kulturell interessant ist, wunderschöne Seen, endlosen Dschungel, prachtvolle Mayaruinen, verlassene Hochplateaus und mächtige Vulkanen zu bieten hat und wir in diesem Land unfassbar tolle Dinge gesehen und erlebt haben, müssen wir uns am Ende doch eingestehen: Bei uns beiden ist der Funke nicht so richtig übergesprungen. Die Einheimischen sind uns meistens eher missmutig entgegen getreten, wir wurden ständig begafft, man hat versucht uns übers Ohr zu hauen (doch niemand hat es geschafft) oder uns sogar ausgelacht. Wir wurden diesbezüglich in Belize und Mexiko mit Sicherheit auch etwas verwöhnt, aber die Menschen, die man tagtäglich antrifft, machen einfach einen Großteil des Erlebnisses aus. Nichtsdestotrotz hatten wir eine tolle Zeit und verlassen Guatemala auf keinen Fall mit einem schlechten Gefühl.

PS: Wer ein bisschen regelmäßiger über unsere Reisen Bescheid wissen möchte, folgt uns am besten auf Facebook oder Instagram. Wir posten dort aus Zeitgründen wesentlich häufiger, haben jedoch schon eine Idee wie wir dieses „Problem“ lösen können. Alles Liebe von uns beiden!