Zentralamerika Woche 3 – Miami (!), Tulum, Laguna Bacalar

Unsere dritte Woche startet ganz schön turbulent, findet aber einen wunderbar relaxten Ausklang. Unsere Versicherung fliegt uns für 30 Stunden nach Miami um die dringend benötigte Immunglobulintherapie nach Irenes Hundebiss zu erhalten, wir entdecken die Highlights rund um Tulum, sehen weitere zum Teil gut versteckte, beeindruckende Mayaruinen und entspannen an der wunderschönen Laguna Bacalar.

  • 25.01.2018 – Flug nach Miami, Immunglobulintherapie

Nach dem Frühstück kommt die bestellte Ärztin aus Playa del Carmen wie vereinbart zur Tollwutimpfung und Immunglobulintherapie in unser Hostel. Sie erklärt uns noch wie aufwendig es war das Medikament aufzutreiben, das sie sich extra aus Cancun bringen lassen musste. Schließlich packt sie aus ihrem Rucksack die reguläre Tollwutimpfung aus, von den versprochenen Immunglobulinen keine Spur. Mit unserer Frage nach dem zusätzlichen Medikament kann sie nicht sehr viel anfangen, es wirkt fast so als hätte sie noch nie etwas davon gehört. Irene erhält zumindest die reguläre Impfung, dann kassiert die Ärztin ihr Honorar. Sie verspricht uns bis spätestens morgen einen Medical Report und eine Zahlungsbestätigung für unsere Versicherung zuzuschicken und ist auch schon wieder weg – auf den Medical Report müssen wir trotz täglicher Erinnerung unsererseits per WhatsApp übrigens 5 Tage lang warten.

Wir sind ehrlich gesagt verzweifelt. Nicht nur, dass wir nicht verstehen wie es zu dem Missverständnis kommen konnte, ohne den dringend benötigten Immunglobulinen geht das Telefonieren wieder von vorne los. Wir sprechen mit unserem Arzt von der Reiseversicherung und nehmen Kontakt zu allen größeren Krankenhäusern im Süden Mexikos auf, ohne auch nur einen Hinweis darauf zu bekommen wo es die Immunglobuline geben könnte. Nach etlichen Telefonaten sowohl durch die Versicherung als auch durch uns folgt die bittere Ernüchterung: Die Weltgesundheitsorganisation WHO schreibt zwar eine Immunglobulintherapie nach Tollwutexposition vor, sie ist aber in keinem der „international anerkannten“ Spitäler Mexikos verfügbar. Leider wäre diese aber wirklich nötig. So kommt es wie es kommen muss: Wir sehen uns gezwungen in ein anderes Land zu fliegen um sie zu erhalten, denn auch die Hauptstadt Mexikos ergibt in diesem Fall keinen Sinn. Unsere Versicherung ermöglicht uns einen Flug nach Miami. Zum Glück sind wir bei unserer Reise nach Mexiko über Miami geflogen und haben somit bereits die Einreisegenehmigung für die USA. Im Miami Jackson Memorial Hospital soll die wichtige Impfung lagernd sein. Da wir nicht wissen wann oder ob wir überhaupt wieder kommen, packen wir all unsere Sachen, stornieren die restlichen Nächte in unserer Unterkunft und eilen zum Busbahnhof. Irene hat übrigens immer noch leichtes Fieber und noch immer wissen wir nicht ob es sich um eine zusätzliche Lebensmittelvergiftung oder um Nebenwirkungen der Impfung handelt.

Nachdem es zu lange dauert bis ein Bus zum Flughafen in Cancun fährt und wir Gefahr laufen unseren Flug zu verpassen, nehmen wir ein Taxi. Während der Taxifahrt beginnt Jonathan plötzlich anzufiebern, ihm ist übel und er hat Kopfschmerzen – genau die gleichen Symptome, die Irene am Tag zuvor hatte. Es sind also doch keine Nebenwirkungen der Tollwutimpfung, sondern wir haben uns zu dem ganzen Schlamassel auch tatsächlich noch eine Lebensmittelvergiftung eingefangen – großartig!

Wir kommen rechtzeitig am Flughafen an, können uns gleich unsere Tickets abholen und sind in dieser Situation wieder einmal froh nur mit Handgepäck verreist zu sein! Während dem Boarding des Fluges muss sich Jonathan auf der Flughafentoilette übergeben, wir versuchen uns aber nichts anmerken zu lassen um nicht Gefahr zu laufen für den Flug aufgrund von Krankheit verweigert zu werden. Nachdem wir es unauffällig ins Flugzeug geschafft haben, landen wir nach nur eineinhalb Stunden Flug in Miami und können unkompliziert einreisen. Vor dem Flughafen schnappen wir uns sofort ein Yellow Cab ins Krankenhaus. Das Areal des Jackson Memorial Hospital ist absolut riesig, es gibt für jede medizinische Fachrichtung ein eigenes zehnstöckiges Gebäude. Beim Emergency Department steigen wir aus und Irene wird sofort administriert, von verschiedenen Krankenschwestern untersucht und befragt.

Irenes Antworten „Ja ich wurde von einem Hund in Mexiko gebissen. In den Hintern. Während meiner Hochzeitsreise. Nein, ich bin nicht gegen Tollwut geimpft.“ sorgen für so einiges Schmunzeln bei den Krankenschwestern.

Nach etwa einer Stunde kommen wir in den Behandlungsraum zu einer sehr freundlichen und kompetenten Ärztin. Diese bestätigt uns noch einmal, dass es sehr klug war nach Miami zu kommen um die Immunglobulintherapie zu erhalten. Das Medikament wird sofort bestellt und nach einer guten Stunde wird Irene erneut aufgerufen.

Jetzt wird es ernst, sechs Spritzen werden für sie vorbereitet. Die ersten vier landen um den Biss herum in ihrem Hintern und dann noch eine weitere für jeden Arm. Nach der fünften Spritze muss die Ärztin die Therapie abbrechen, weil Irene ganz blass wird, beginnt am ganzen Körper zu zittern und das Gefühl hat bald das Bewusstsein zu verlieren – eine relativ übliche Immunreaktion auf dieses starke Medikament. Jetzt darf auch Jonathan in den Behandlungsraum kommen und ist etwas erschrocken Irene ganz blass und am ganzen Körper zitternd auf der Liege zu sehen. Nach etwa zwanzig  Minuten geht es ihr zum Glück wieder besser und sie bekommt auch die sechste Spritze verabreicht. Die Spritzen sind zusätzlich ziemlich schmerzhaft, da das Impfmittel nicht wie sonst flüssig sondern eher gelartig ist, es muss daher etwas Kraft aufgewendet werden um das Mittel in den Körper zu bekommen. Komplett zerstochen und noch etwas wackelig auf den Beinen verlassen wir wieder den Behandlungsraum. Beim nächsten Telefonat mit unserer Versicherung werden wir gefragt ob wir nach Hause fliegen möchten oder unsere Reise fortsetzen wollen. Wir entscheiden uns natürlich für die zweite Variante und sind zuversichtlich die nächsten drei Impfungen in Mexiko und Belize erhalten zu können. Das Reisebüro der Versicherung sperrt allerdings erst um 01:00 morgens auf und so heißt es warten…

  • 26.01.2018 – Rückreise nach Tulum

Um etwa 03:00 Uhr morgens erfahren wir von unserem Rückflug nach Cancun, der Mittags von Miami starten soll. Der nach wie vor stark fiebernde Jonathan schläft mit Thermounterwäsche und unserer Decke zugedeckt immer wieder ein, Irene füllt unsere Trinkflasche mit heißem Wasser auf, funktioniert sie so zu einer Wärmeflasche für ihn um und muss leider Nachtwache schieben, denn wir haben alle Wertsachen bei uns und die restlichen Besucher der Notaufnahme sind hauptsächlich Obdachlose. Die Notaufnahme des Jackson Memorial Hospitals ist nämlich eines der wenigen Spitäler in der Umgebung, die kostenlose Behandlung für Menschen ohne Versicherung anbietet.

Aufgrund des zuverlässigen WLANs, das wir ja brauchen um mit unserer Versicherung in Kontakt zu treten, bleiben wir die restlichen Stunden im Krankenhaus. Die nette Ärztin bietet uns zwei Behandlungsliegen hinter einem Vorhang an um etwas Schlaf zu finden. Dabei versucht sich immer einer von uns – meistens Irene – krampfhaft wach zu halten, auch der Hunger macht sich nach 20 Stunden ohne Essen langsam bemerkbar und der spontane Ausflug treibt uns langsam an unsere Grenzen. Um 07:00 Uhr öffnet endlich McDonalds, Irene holt sich einen Burger und wir fahren mit dem Taxi  wieder zum Flughafen, wo wir nach weiteren 3 Stunden Warten unseren Flug antreten und gut in Cancun ankommen. Dort müssen wir erst einmal auf den Bus nach Tulum warten. Um uns herum sind zahlreiche fröhliche amerikanische Touristen, die sich mit dem ersten mexikanischen Cocktail oder Bier in der Hand ausgelassen unterhalten, schreien und sich auf den Start ihres Urlaubs freuen, wir sitzen wie ein Häufchen Elend daneben.

Ganze 3 Stunden dauert die Busfahrt, da wir eine Stunde nur am Flughafenareal herum fahren um von jedem Terminal ein bis zwei andere Touristen abzuholen. Wir fühlen uns aber fast als würden wir nach Hause kommen und als wir um etwa 17:00 endlich in Tulum ankommen (30 Stunden später), gehen wir wieder zu unserer Unterkunft. Obwohl wir unsere Nächte storniert haben, hat das Hostel noch ein Zimmer für uns frei. Irene fällt halbtot ins Bett, Jonathan bricht sofort wieder zum Roten Kreuz in Tulum auf, die laut Information eines Hostelangestellten den Tollwutimpfstoff für Irenes nächste Teilimpfung haben sollten – Fehlanzeige. Auch die Ärztin, die Irene das letzte mal geimpft hat, hat am Montag leider keine Zeit. Schlussendlich wenden wir uns wieder an die Privatklinik, die uns bestätigt am Montag den Impfstoff parat zu haben. Die Angestellten hier sprechen hervorragend Englisch, wirken sehr organisiert und kompetent. Sie ermöglichen uns sogar nach Belize zu telefonieren um die Verfügbarkeit der letzten beiden Impfungen zu erfragen, was leider aufgrund der schlechten Telefonverbindung nicht funktioniert. Aber das macht nichts, fürs Erste sind wir versorgt.

Nach diesen zwei absolut verrückten Tagen, in denen so vieles passiert ist, wir kaum gegessen und geschlafen haben, fallen wir endlich ins Bett!

  • 27.01.2017 – Maya Ruinen Tulum, Playa Pecadores, Gran Cenote

Heute gibt es endlich wieder ein bisschen Urlaub! Irene ist relativ schwach auf den Beinen, möchte aber unbedingt etwas unternehmen. Jonathan hat den schlimmsten Teil der Lebensmittelvergiftung ebenfalls überstanden. Wir entscheiden uns gedanklich ein paar Stunden Abschied von Impfungen und Tollwut zu nehmen, mieten uns zwei Fahrräder in unserer Unterkunft und strampeln am frühen Morgen zu den Ruinen von Tulum. Umgeben von der malerischen Küste mit Palmen, schroffen Felsen, Sandstränden und dem türkisblauen Meer der Karibik wirken diese Mayaruinen ganz anders als die bisherigen.

Als nächstes machen wir am Strand Playa Pescadores Halt, hier gibt es feinsten Sandstrand soweit das Auge reicht. Nach einer kurzen Verweilpause treten wir wieder in die Pedale, denn nachdem wir das Frühstück mal wieder ausgelassen haben um früher bei den Ruinen zu sein, ruft schön langsam der Hunger.

Nach den turbulenten letzten Tagen sind wir der Meinung uns einen Restaurantbesuch verdient zu haben und fahren mit unseren knarzenden Rädern zu einem der vielen netten „Hippie-Lokale“ der Stadt. Das Essen ist in Ordnung, der Service mies, die Portionen eine Verhöhnung und der Preis eine Frechheit. Wieder einmal zeigt sich, dass kein noch so schickes Lokal mit unserem geliebten Streetfood mithalten kann. Allerdings leiden wir noch ein bisschen unter der Lebensmittelvergiftung und somit stillen wir diesmal unseren restlichen Hunger mit sterilen Snacks aus dem Supermarkt anstelle von Tacos am nächsten Straßenstand.

Anschließend fahren wir weiter zur Gran Zenote, einer der bekanntesten Zenoten der Gegend überhaupt. Nach etwa fünf Kilometer entlang der Landstraße und nachdem Jonathan vier mal seine Fahrradkette wieder einhängen muss, die bei fast jeder Erschütterung rausspringt, kommen wir schließlich an. Der Eintritt kostet mehr als das Doppelte der teuersten Zenote, in der wir bisher waren. Dafür bekommen wir leider nur eine durchschnittlich schöne dafür aber überdurchschnittlich besuchte Zenote zu sehen, es gefällt uns hier leider überhaupt nicht und wir machen uns bald wieder auf den Rückweg.

Nach einer Pause im Hostel fahren wir am Abend noch einmal kurz zum Strand bevor wir den Abend im Hostel ausklingen lassen und den nächsten Tag planen.

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  • 28.01.2018 – Cobá, Tulum

Wir verzichten auch heute wieder auf das Frühstück um den Bus kurz nach 8 Uhr Richtung Cobá, einer der größten Mayastätten im Süden Mexikos, zu erwischen. Nach einer kurzen Verspätung und einer Stunde Fahrt kommen wir in dem kleinen Ort an. Hier ist außer den Taxis und Kleinbussen, die zum Eingang der Ruinen fahren, nicht viel auf den Straßen los. Der Ort ist allerdings an einem sehr schönen See mit breitem Schilfufer gelegen, in dem sich einige Vögel und Leguane tummeln. Wir genießen die Aussicht und gehen über den erstaunlich gut in Stand gehaltenen Steg entlang des Sees bis zum Eingang der Ausgrabungen.

Das Areal von Cobá ist recht weitläufig, weshalb uns kurz nach dem Eingang sofort Rikschafahrten und Fahrräder angeboten werden. Wenig überraschend entscheiden wir uns zu Fuß zu gehen. Nach knapp zwei Kilometern kommen wir zum imposantesten Gebäude der Anlage, der Pyramide Nohoch Mul. Der steile Aufstieg über die glatten und komplett unregelmäßigen Stufen zahlt sich absolut aus, denn von der Spitze des Gebäudes haben wir einen Blick über dichten Dschungel soweit das Auge reicht. Danach geht es wieder über angenehm schattige Dschungelpfade zu den restlichen Bauten. Nachdem wir uns alles in Ruhe angesehen haben und dabei gute fünf Kilometer gegangen sind, verlassen wir das Areal wieder.

Zurück am Parkplatz besuchen wir noch einen Aussichtsturm, von dem aus wir den ganzen See und sogar die Spitze der Pyramide Nohoch Mul sehen können. Es regnet für ein paar Minuten wie in Strömen und wir überlegen wie wir wieder zurück nach Tulum kommen.

Da erst am Nachmittag der nächste Bus zurück nach Tulum fährt, entscheiden wir uns ein paar Kilometer bis zur nächsten Hauptstraße zu gehen um dort einen anderen Heimtransport zu finden, irgendeine Möglichkeit wird sich wie immer schon ergeben. Der Regen hat sich wieder gelegt, nach etwa zwanzig Minuten hält ein Taxifahrer neben uns an und bietet uns eine Fahrt nach Tulum an. Da er ohnehin zurück muss und wir nur zwei Euro mehr zahlen sollen als für den Bus, nehmen wir sein Angebot natürlich gerne an – Glück gehabt. In solch seltenen Fällen werden Taxis kurzerhand zu einer Art öffentlichen Transportmittel umfunktioniert, es steigen immer wieder Personen ein und aus.

Den Nachmittag verbringen wir ganz entspannt in Tulum, gehen zum Supermarkt und machen uns ein nettes Abendessen – es gibt frische Maistortillas, Pfannengemüse, Bohnen und Guacamole.

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  • 29.01.2017 – Die dritte Teilimpfung, Muyil, Sian Ka’an Biosphere Reserve, Laguna Bacalar

Heute packen wir unsere Sachen und verlassen Tulum. Bevor wir zum Busbahnhof gehen, machen wir noch einen Abstecher zur Privatklinik, damit Irene ihre dritte Impfung erhält. Zum Glück funktioniert diesmal alles ohne Probleme und wir bekommen auch sofort eine Zahlungsbestätigung.

Unser Zeitplan geht perfekt auf und wir kommen zehn Minuten vor Planabfahrt unseres Busses am Busbahnhof an. Hier wollen wir den Bus nach Muyil nehmen, einem Ort, der nur eine halbe Stunde südlich von Tulum auf dem Weg nach Bacalar liegt. Von dort wollen wir dann mit dem nächsten Bus, der zwei Stunden später fahren sollte, bis nach Bacalar fahren. Doch diesen Plan haben wir anscheinend ohne mexikanische Pünktlichkeit gemacht, unser  erster Bus hat nämlich über eine Stunde Verspätung, wodurch der ganze Zeitplan über den Haufen geschmissen wird.

In Muyil sehen wir uns die dortigen kleinen aber sehr schönen Mayatempel an. Hinter den Pyramiden führt ein Weg entlang einer alten Mayastraße bis zum Eingang des Sian Ka’an Biosphere Reserve. Ab hier beginnt ein 500 Meter langer Holzsteg durch die Mangroven Wälder und führt zu einem Aussichtsturm mit den steilsten Treppen, die wir je gesehen haben. Wir haben einen tollen Ausblick auf die Wälder und einige Seen des Sian Ka’an Bisphere Reserve. Nach ein paar weiteren Metern entlang des Holzstegs, kommen wir schließlich am Ufer des Sees Muyil an, wo wir noch ein wenig verweilen.

Als wir wieder an der Hauptstraße ankommen sehen wir außer der Bushaltestelle mitten in der Pampa kein Zeichen von Zivilisation. Aber wie immer sind wir zuversichtlich – irgendjemand wird uns schon mitnehmen. Wir haben das Glück, dass tatsächlich schon nach einer Minute ein Bus kommt , der uns in die nächste größere Stadt Filipe Carrillo Puerto mitnehmen kann. Irene schürft sich beim Einsteigen in den Bus noch schnell an einem rostigen Nagel das Schienbein auf und es kann losgehen.

In Filipe Carrillo Puerto angekommen kaufen wir sofort Tickets für den nächsten Bus nach Bacalar, der auch schon 15 Minuten später abfährt. In Bacalar angekommen gehen wir direkt zu unserem Hostel, wo natürlich unsere Buchung verschlampt und unsere Betten vergeben wurden, dafür geben uns die Besitzer ein besseres Zimmer zum  gleichen Preis. Wir entspannen noch etwas am See und machen es uns am Abend mit Nachos und selbst gemachter Guacamole gemütlich.

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  • 30.01.2018 – Laguna Bacalar

Heute ist endlich etwas Zeit für Entspannung! Wir schlafen uns aus und essen ein tolles Frückstück in der Unterkunft – es gibt Toast, Butter, Marmelade, Müsli, Obst, Joghurt und Kaffee. Leider leidet Irene noch immer an den Nachwirkungen der Lebensmittelvergiftung, was sie jedoch nicht aufhält kräftig zu essen. Danach spazieren wir noch etwas durch den Ort, besuchen den Hauptplatz, das Fort und kehren dann zu unserem Hostel zurück, wo wir es uns auf unsereem Balkon mit Seeblick  gemütlich machen. Am frühen Nachmittag brechen wir auf zu den nahe gelegenen Zenoten de las Brujas, Cocalitos und Azul. Anschließend bleiben wir wieder am Seeabschnitt unserer Unterkunft, machen uns ein kleines Abendessen und mieten ein Kajak für den nächsten Tag.

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  • 31.01.2018 – Laguna Bacalar, Kajakfahrt

Nach einer kühlen Nacht frühstücken wir am See und warten noch ein wenig bis es wärmer wird und die Sonne raus kommt bevor wir unser reserviertes Kajak schnappen und lospaddeln. Als die Sonne Kräfte wird, wollen wir uns auf den Weg machen als uns die zuständige Mitarbeiterin erklärt, dass die Strömung jetzt zu stark ist und wir  noch ein bis zwei Stunden warten müssen bis sie uns das Kajak geben könne.

Nachdem der See an sich sehr ruhig ist, viele andere Kajaks auf dem See zu sehen sind und wir vermuten, dass die Mitarbeiterin uns lediglich am Fahren hindern möchte um uns eine ihrer teuren Touren zu verkaufen, fordern wir kurzer Hand unser Geld zurück, verlassen das Hostelgelände und mieten ein anderes Kajak hundert Meter weiter bei einem netten Herrn. Wir sind sehr froh uns nicht von unserem Vorhaben haben abbringen lassen, denn der See ist einfach traumhaft schön! Es ist tatsächlich ein bisschen windig, aber von starker Strömung zu sprechen wäre übertrieben. Wir überqueren den See zum Canal de los Piratos, einem schmalen Kanal an dem wir vorbei den See entlang paddeln möchten. Nach einer halben Stunde haben wir leider die Orientierung verloren und uns wird klar, dass wir wohl unabsichtlich durch den Kanal weiter bis in die Laguna Mariscal gepaddelt sind – eine Einbahnstraße. Die Mittagshitze ist ziemlich stark während wir uns ziemlich abmühen müssen um wieder aus dem Kanal heraus zu kommen, merken wir jetzt auch den Wind. Jonathan gibt sich alle Mühe uns wieder hinaus zu bringen und ziemlich keuchend kommen wir wieder am Anfang des Kanals an. Das Wasser leuchtet in der direkten Sonne nun in den verschiedensten Blautönen – kein Wunder, dass man ihn den See der sieben Farben nennt. Wir paddeln wieder über den gesamten See zurück und kommen nach zwei Stunden wieder an unserem Ausgangspunkt an.

Den restlichen Tag verbringen wir in der Hängematte oder auf Sonnenliegen, genießen das tolle Wetter und den schönen Blick auf den See. Später gehen wir noch einmal durch den Ort zur Iglesia San Joaquin und zum Balneario Ecologico, einem besonders ruhigen naturbelassenen Strandabschnitt.

Am Abend beobachten wir den diesjährigen Blutmond und treffen uns anschließend noch einmal mit den drei netten Mädels, die wir bei der Bootstour in Celestun kennengelernt haben. Wir gehen in ein Lokal mit toller Livemusik und tauschen uns über die Erlebnisse der letzten Woche aus. Ein schöner Ausklang für unsere ersten drei Wochen in Mexiko, denn morgen geht es weiter nach Belize.

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