Wir essen uns durch die Welt – unser Food Guide zu Israel und Palästina, Teil 1

Hummus, Baba Ganoush, Falafel, Pitabrot oder Shakshuka: Jeder kennt zumindest einen Klassiker der israelischen Küche. Dabei muss man sagen, dass sie eine bunte Mischung aus orientalischen, europäischen und nordafrikanischen Einflüssen ist, die durch die Zuwanderung von Juden aus aller Welt entstanden ist und somit die unterschiedlichsten regionalen Geschmäcker miteinander vereint. Während unserer 6 Wochen in Israel und Palästina haben wir uns wie die kleine Raupe Nimmersatt durch so einige Gerichte probiert, alle köstlich auf ihre eigene Art und Weise! Ein paar davon wollen wir euch in diesem ersten Teil nun vorstellen.


Shakshuka

Kräftig würzige Tomatensauce mit Zwiebeln, Knoblauch, Chili und pochiertem Ei: Shakshuka stammt ursprünglich aus dem nordafrikanischem Raum, ist jedoch mittlerweile die bekannteste Speise Israels und wird traditionell direkt aus der Pfanne zum Frühstück gegessen. Dazu wird meistens Pitabrot gereicht, wir haben noch Tahin, Oliven und ein bisschen Gemüse bekommen – so so lecker!

Unser Tipp für Shakshuka in Tel Aviv: Das kleine Lokal Shukshuka mitten im hastigen Treiben des bunten Carmel Markets wirkt zunächst wie eine Bar, bietet jedoch wundervolles Essen und vor allem Shakshuka in mehreren Variationen. Lockeres Ambiente und viele einheimische Kunden runden das Ganze ab.

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Jachnun

Dieses Gericht, das ursprünglich aus dem Jemen stammt und traditionell zum Sabbatmorgen serviert wird, hat uns echt überrascht. Jachnun ist ein dünn ausgerollter Teig, der mit Butter bestrichen, zusammengerollt und anschließend gebacken wird. Dazu werden ganz klassisch ein Dipp aus gehackten Tomaten und hart gekochte Eier serviert, wir haben zusätzlich noch Skhug, eine etwas schärfere grüne Sauce aus Chilli und Koriander, bekommen. Geschmacklich erinnert Jachnun ein bisschen an Pumpernickel und ist sättigender als es aussieht.

Unser Tipp für Jachnun: Die kleine Bistrokette Jachnun Bar ist ehrlicherweise der einzige Ort, an dem wir dieses Gericht gefunden haben. Besonders viel Flair bieten die Lokale nicht, allerdings sind die Preise im Gegensatz zu anderen recht niedrig.

Version 2


Falafel Pita

Ach, Falafel! Wohin man sieht, wohin man geht, man könnte denken die Israelis ernähren sich von nichts Anderem und das aus gutem Grund: Die kleinen frittierten Bällchen aus pürierten Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen sind richtig zubereitet wirklich ein Genuss für den Gaumen und schmecken frisch serviert natürlich am Besten. Auch sie stammen ursprünglich aus dem arabischen Raum und werden meist gemeinsam mit Tahin, verschiedenem gebratenem Gemüse, Hummus, Kräutern und oft sogar Pommes Frites in einem Pitabrot serviert. Das ganze sieht übrigens nur vor dem ersten Bissen appetitlich aus, danach rinnen einem die verschiedenen Zutaten meist über die Hände, aber das ist wohl das Markenzeichen.

Unser Tipp für Falafel Pita: Im Falafel Cafe in Tel Aviv kommt man wesentlich günstiger davon als im Rest der Stadt und man kann sich zusätzlich noch zwei Schüsseln mit Salaten seiner Wahl anfüllen. In Jerusalem haben wir das günstigste Falafel Pita in der Jaffa Street direkt neben der Straßenbahnlinie gefunden.

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Malawach & Fatut

Auch Malawach stammt ursprünglich aus der jemenitischen Küche, ist eine Art frittiertes Brot und erinnert visuell etwas an einen dicken Pfannkuchen. Geschmacklich ist es in seiner Ursprungsform wenig aufregend, doch wenn es in kleine Stücke gerissen und mit Zwiebeln, Kräutern, Gewürzen und Käse überbacken wird, entsteht Fatut und dieses Gericht hat uns wiederum wahnsinnig gut geschmeckt!

Unser Tipp für Malawach & Fatut: Auch hier müssen wir wie bei Jachnun wieder auf die Jachnun Bar  verweisen, wobei wir die Filiale inmitten des Mahane Yehuda Marktes etwas netter fanden.

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Hummus

Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn: Hummus! Das köstliche Mus aus pürierten Kichererbsen, Tahin, Knoblauch, Olivenöl und Zitronensaft passt einfach zu allem und war in Israel natürlich eine unserer Hauptnahrungsquellen. Oft startet man bereits beim Frühstück mit einer ordentlichen Portion, dazu gibt es Pitabrot, Oliven und Gemüse. Aber auch beim traditionellen Mezze, bei dem viele kleine Mahlzeiten serviert werden, ist Hummus natürlich ein fester Bestandteil. Viele Lokale rühmen sich damit „den tollsten Hummus“ der Stadt oder des Landes zu haben. Wenn wir ehrlich sein müssen, können wir gar nicht sagen, welcher der Beste war…

Unser Tipp für Mezze in Tel Aviv: The old man and the sea, ein Lokal am alten Hafen von Jaffa gelegen. Mit Blick auf die Boote und dem Geräusch der Möwen bekommt man hier ohne zu bestellen erst einmal 22 verschiedene kleine Gerichte mit frischem Pitabrot und Getränk zu einem fairen Preis serviert. Falls man noch einen zusätzlichen Gang möchte, kann man den natürlich haben, allerdings waren wir beide nach dieser Runde absolut satt.

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English version:

Hummus, Baba Ganoush, Falafel, Pita or Shakshuka: Everybody knows at least one of the classics of the Israeli kitchen. It is a cultural fusion, resulting from the migration of Jews from Northern Africa, Europe and the Middle East, uniting only the best of everything. During our 6 weeks in Israel and Palestine we tried so many different kinds of food, all of them being delicious in their own way. In this first part we want to present some of them.

Shakshuka: Spicy tomatoe sauce with onions, garlic, chili and pouched egg – that’s Shakshuka. Coming from northern Africa it has established as one of  the most famous foods in Israel, is normally eaten for breakfast and usually comes with tahin, olives and some veggies. In Tel Aviv we found great Shakshuka at “Shukshuka”, a little restaurant located in a side street of carmel market, where they serve several different versions of this amazing dish.

Jachnun: This dish originally comes from Jemen and is thin rolled, buttered and baked bread. Traditionally it is served with chopped tomatoes and Skhug – a spicy green sauce –  and boiled egg and tastes surprisingly like dark rye bread. We found it in Jerusalem at a food chain called “Jachnun Bar”.

Falafel Pita: No matter where you go in Israel, the next falafel place won’t be far away. It seems like the Israelis don’t eat anything else and that´s for a good reason: these little fried balls out of chickpeas, herbs and spices are a real delight! Most people will have them with hummus, tahini, all kinds of veggies and sometimes even fries in a pita bread. We found cheap and tasty falafel pitas at “Falafel Café” in Tel Aviv and at Jaffa Street in Jerusalem.

Malawach & Fatut: Like Jachnun, Malawach comes from Jemen and is fried bread looking a little bit like a big pancake. The bread itself isn’t rich in flavor, but if you tear it in small pieces, and fry it together with some onions, spices and cheese, you´ll get Fatut, a dish we liked a lot. You can get it at “Jachnun Bar” in Jerusalem as well.

Hummus: Everybody knows it, everybody loves it! The delicious spread made out of chickpeas, tahin, garlic, olive oil and lemonjuice is served as a side dish with almost everything. It is a must for every breakfast and part of the traditional Mezze, a dish where many small plates are served with pita bread. We found many restaurants that claim to have the best hummus in town, but to be honest we cannot say which one was our favourite.  In Tel Aviv we had great Mezze at “The old man and the sea”, a restaurant at the harbor of Jaffa. We got 22 small dishes and great pita bread for a reasonable price in a nice atmosphere.