Life Update – Ein Rückblick auf die letzten Monate und auf welchem Kontinent wir den Rest des Jahres verbringen werden

English version below

Ein kurzer Neujahrstrip ins bayrische Berchtesgaden, eine dreizehn wöchige Backpackingreise durch Zentralamerika, sechs Wochen in Israel bzw. Palästina und ein vier wöchiger Campingroadtrip durch Island – 2018 war bisher ein einziges Abenteuer! Doch das Jahr ist noch lange nicht zu Ende und unsere Reiselust noch immer vorhanden – höchste Zeit in einer kurzen Zwischenbilanz auf das Erlebte zurück zu blicken und euch zu verraten wohin es uns als nächstes verschlägt!


Wir können ehrlich gesagt kaum glauben, dass es bereits August ist! Haben wir nicht gerade erst gestern geheiratet? Die letzten Monate waren einfach nur unglaublich aufregend und wir haben so wahnsinnig viel erlebt, dass die Geschichten wohl ein ganzes Buch füllen könnten. Doch wir möchten auch zugeben, dass unser momentaner Lebensstil seine negativen Seiten hat. Wenn wir von unseren Reisen für meistens zwei bis drei Wochen nach Hause kommen, sind wir teilweise unglaublich erledigt. Die ganze Zeit aus zwei kleinen Rucksäcken zu leben, jede Nacht an einem anderen Ort zu schlafen und Neues kennen zu lernen, und nirgendwo wirklich zu Hause zu sein schlaucht irgendwann einfach total. Oft verbringen wir die ersten Tage zu Hause also wirklich nur in unserer Wohnung, genießen es kochen zu können, ein eigenes Bad zu haben und freuen uns auf unser geliebtes Bett! Doch viel Zeit bleibt uns meistens nicht, denn wir möchten uns natürlich auch mit unseren Freunden und Familien treffen, finden jedoch nicht annähernd genug Zeit, denn nebenbei muss auch die nächste Reise geplant werden und natürlich Zeit mit unserem Hund verbracht werden. Oft haben wir dadurch das Gefühl, nicht allen gerecht werden zu können und hetzen oft von einem „Termin“ zum nächsten. Allerdings ist es das wert, denn wir haben wirklich einen wunderbaren Freundeskreis, der uns wirklich sehr viel bedeutet! Einen großen Dank möchten wir hier an alle aussprechen, die Verständnis mit unserem derzeitigen Lebensstil haben und es uns nicht nachtragen, wenn wir auf Reisen öfter mal nicht erreichbar sind oder ein paar Tage brauchen bis wir zurück schreiben.

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Chobe Nationalpark, Botswana
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Fahrt mit den typischen Mokoros und anschließender Übernachtung im Okavangodelta
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Flusssafari im Chobe Nationalpark, Botswana

Nun aber zu der Frage wohin uns unsere nächste Reise führt: Es geht nach Afrika! Wer unsere Reisegeschichten schon länger verfolgt, weiß, dass wir bereits 2016 für drei Wochen in Südafrika, Botswana, Zimbabwe und Zambia (von damals sind übrigens auch die Fotos in diesem Blogpost) unterwegs waren, einen Citytrip nach Marrakech haben wir auch schon gemacht. Was höchstwahrscheinlich aber die Wenigsten wissen: Seit zwei Jahren lässt uns der Gedanke einer längeren Reise durch Afrika einfach nicht mehr los – dieser Kontinent hat uns von Anfang an in seinen Bann gezogen! Der einzige Haken ist natürlich das Budget, denn wer Afrikas Tierwelt, Kultur und endlose Weiten für längere Zeit entdecken möchte, sollte lieber etwas mehr Geld einplanen. Dies war auch einer der Gründe, warum wir ungewöhnlich lange überlegt haben, ob wir die Flüge tatsächlich buchen sollen, denn es wird wohl die teuerste Reise werden, die wir bisher gemacht haben!

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Krüger Nationalpark
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Besuch eines einheimischen Stammes in Zimbabwe
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Krüger Nationalpark

Jetzt aber zu unserem genauen Plan: Wenn dieser Blogpost online geht, sind wir auf dem Weg nach Johannesburg in Südafrika, wo wir ein Auto gemietet haben und drei Wochen lang durch Südafrika, Swasiland und Lesotho fahren werden! Anschließend folgt der Grund für unsere langen Überlegungen: Und zwar werden wir von Kapstadt aus für 54 Tage gemeinsam mit Gadventures eine Tour durch Südafrika, Namibia, Zimbabwe, Zambia, Botswana, Malawi, Tanzania, Kenia und Uganda machen! Wir haben es uns wirklich genauestens überlegt, haben recherchiert, alles genau durchgerechnet und sind zu dem Ergebnis gekommen: Wenn wir so eine weite Strecke auf eigene Faust unternehmen würden, würde es uns nicht sehr viel günstiger kommen. Außerdem ist man in Afrika doch etwas anderen Gefahren als in anderen Teilen der Welt ausgesetzt und mit der Tour haben wir immer einen Ansprechpartner bzw. müssen uns nur zurück lehnen und genießen, denn alles ist organisiert – der Gedanke daran ist im Moment einfach herrlich und wir freuen uns riesig! Die Tour endet in Nairobi, Kenia und hier werden wir noch einmal eine knappe Woche Zeit haben um auf eigene Faust den Nationalpark Masai Mara zu erkunden, bevor es für ganze 6 Tage (!) zurück nach Wien geht. Und dann haben wir etwas ganz Großartiges geplant…

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Flug mit einem Kleinflugzeug über das Okavangodelta, Botswana
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Flusssafari im Chobe Nationalpark, Botswana

Nur eine knappe Woche später fliegen wir ein weiteres Mal nach Afrika, diesmal nach Marokko. Wir haben uns nämlich – Trommelwirbel! – bei der Organisation „Wandermut“ für eine 250km lange Expedition durch die Sahara beworben und wurden nach einem WhatsApp Bewerbungs-Telefonat auf einem Grillfest in Palästina (Danke für das W-LAN, George!) ausgewählt um in einer kleinen Gruppe 14 Tage lang durch die verlassenen Weiten der Sahara zu wandern. Wir werden dabei zwar von Dromedaren begleitet, diese tragen aber lediglich unsere Vorräte, das Wasser müssen wir mit Hilfe eines ortskundigen Berbers selbst finden und wir werden mit Unannehmlichkeiten wie Sandstürmen und Skorpionen konfrontiert werden! Wir können ehrlich gesagt immer noch nicht ganz glauben, dass wir tatsächlich Teil des Teams sind, es wird mit Sicherheit eine unserer größten körperlichen und geistigen Herausforderungen und wohl die härteste Wanderung werden, die wir jemals gemacht haben! Ursprünglich war Marokko für dieses Jahr überhaupt nicht geplant, doch als wir in Palästina über den Facebookpost von Wandermut und den Aufruf zu den Bewerbungen gestolpert sind, hat es uns einfach mächtig in den Fingern gejuckt und wir haben nicht lange nach gedacht. Nachdem wir dann ja schon einmal in Marokko sind, werden wir auch gleich noch ein wenig dort bleiben und einige Städte mit Bussen bereisen um dann pünktlich zu Weihnachten wieder nach Hause kommen.

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Pirschfahrt durch den Krüger Nationalpark in Südafrika
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endloser Sonnenuntergang im Okavangodelta, Botswana

Dieses Jahr hat spannend begonnen und wird auch bis zum Schluss nicht wirklich langweilig werden. Wenn wir uns vor Augen führen, dass wir bis Weihnachten nur noch eine knappe Woche zu Hause sind, fragen wir uns manchmal selbst, ob wir nicht verrückt sind.  Aber nein, wir sind uns ganz sicher: Wir tun genau das, was wir aus tiefstem Herzen wollen. Wann hat man schon die Möglichkeit seine kühnsten Träume wahr werden zu lassen und wäre es nicht einfach nur leichtsinnig diese Chance nicht wahrzunehmen? Mit diesen Worten verabschieden wir uns in den Süden und nehmen schon einmal vorweg, dass es auf dieser Reise nicht so viele Updates geben wird wie gewohnt, denn einen weiteren Punkt, den wir an Afrika so lieben, ist: Es gibt kaum Internet! Tschüss an all unsere Lieben, wir sehen uns im November 🙂


English version

A New Years trip to Bavarian Berchtesgaden, a thirteen weeks backpacking trip through Central America, six weeks in Israel and Palestine and a four weeks camping roadtrip in Iceland – 2018 has been one big adventure! But this year is not over yet and were are still motivated to keep on going – so it’s time to do a quick review and tell you on which continent we will spend the rest of this year!

It’s hard to believe it’s August already – didn’t we just get married yesterday? The last months were incredibly exciting and we experienced so much, that all our stories could easily fill a whole book. But we want to admit that our current lifestyle also has it’s downsides. When we come home from our trips for two or three weeks we are mostly completely exhausted. Living out of a small backpack, spending almost every night at a new place and making new experiences everyday can get very tiring. We often spend the first days back at home only in our apartment, enjoy having a decent kitchen, a proper bathroom and our comfortable bed. But we don’t waste too much time at our apartment since we also want to see our friends and family again. But no matter how hard we try we will never find enough time to spend as much time with them as we would like to, because we also have to plan our next journeys and spend some quality time with our dog. We stress ourselves not having enough time for our friends and rush from one appointment to the next. But the stress is definitely worth it, because we have so many nice people at home, who mean the world to us! At this point we want to thank all our beloved ones at home for their understanding of our lifestyle and for not being mad at us because we are not available while travelling or need sometimes days to answer their texts.

But now we wanna talk about where we are going next: we are heading to Africa! Some of our friends and followers may know that we spent three weeks in South Africa, Botswana, Zambia and Zimbabwe in 2016 and also did a city trip to Marrakech. But hardly anybody will know that we are thinking about returning to this amazing continent since then. The only problem: the budget! Those who want to explore Africa’s amazing wildlife, culture and nature for a longer time better safe some money! This was the main reason why we struggled with our decision for a longer time, because the next trip is going to be the most expensive one we’ve ever done!

Here is our plan: When this blogpost is online we will be on our way to Johannesburg in South Africa, where we will get a rental car and travel on our own through South Africa, Swasiland and Lesotho. After that we will start a 54 days guided tour with G-Adventures through South Africa, Namibia, Botswana, Zimbambwe, Sambia, Malawi, Tansania, Kenia and Uganda. This is the thing we had to think about for so long, but after a lot of research we realized, that even if we did the exact same tour on our own, we still couldn’t do it much cheaper. Also we feel safer traveling in a group and having a local guide with us, since in some regions of Africa we could face some problems we might not be able to deal with on our own. After so many trips we had to organize on our own it feels perfectly relaxing to travel in a guided group. The tour will end in Nairobi, Kenya where we will have another few days to explore the famous Masai Mara National Park before heading back to Vienna for only 6 days. And then we are going to do something amazing…

Only one week after returning from our three months trip, we will fly back to Africa again – but this time to Morocco. During our trip through Israel we applied to join a 250 kilometer hiking expedition through the Sahara with the organization “Wandermut”. After a WhatsApp interview we did while being on a barbecue party in Palestine (Thank you George for providing us WIFI!) we got selected to be part of the small group and join them to explore the remote desert for 14 days. We will be accompanied by some camels, who will only carry our food supplies, and a Berber who will help us to find water springs. It’s hard to believe that we really are part of the team as we will face the hardest physical and mental challenges we have ever been exposed to. Since we will be in Morocco after the expedition, we will spend some more time here before heading back to Vienna for Christmas.

This year started as an adventure and it won’t get boring until the end. If we think about the fact, that we will only spend one more week at home until Christmas, we ask ourselves if we are crazy. But no, we are absolutely certain that we do exactly what we want. How often do you have the possibility to fulfil your most ambitious dreams, and wouldn’t it be a shame not to take advantage of that rare opportunity? With these words we are leaving and have to say right away, that we won’t have the possibilities to do as many updates as usual, because – and that’s another great thing we love about Africa – there is hardly any working internet around! Bye, see you in November 🙂