Unsere Lieblingsorte in Slowenien – Outdoorfeeling zwischen verwinkelten Schluchten und smaragdgrünen Seen

Slowenien hat uns richtig überrascht: Vier Tage lang düsen wir mit unserem Mietauto kreuz und quer durch das ganze Land und besuchen so viele Wasserfälle, Klammen, Seen und Schluchten wie schon lange nicht mehr. Aus dieser Menge einige Highlights heraus zu suchen war wieder einmal nicht leicht, aber wir haben uns bemüht. Wer also mit dem Gedanken spielt seinen nächsten Trip nach Slowenien zu verlegen, dem können wir wirklich ans Herz legen auch bei den folgenden Stops vorbeizuschauen. Übrigens spiegelt die Reihenfolge der Aufzählung nur die zeitliche Abfolge wieder, in der wir die Orte besucht haben und nicht unsere Präferenz.

  • Bleder See

Sehr gehypt, und auch zu Recht – der Bleder See ist wohl so etwas wie Sloweniens Aushängeschild und auch wenn wir vor unserem Besuch schon viele Bilder aus dem Internet kennen, ist es dann doch etwas anderes den Ausblick endlich mit eigenen Augen zu sehen. Sehr empfehlen können wir den Trail zu den beiden Aussichtspunkten Mala Osojnica und Ojstrica: Für erprobte Wanderer zwar keine Herausforderung, aber man hat einen wunderschönen Blick über den gesamten See. Das Auto kann man gegen eine Gebühr am Parkplatz des Campingplatzes Bled abstellen, von hier aus rechts um den See herum gehen und immer den Schildern folgen. Wer im Anschluss übrigens Appetit auf eine kleine traditionelle Stärkung hat, kann die nach Originalrezeptur hausgemachte Cremeschnitte im Park Restaurant probieren, die schöne Terrasse lädt definitiv zum Verweilen ein.

DSC_0588(2)DSC_0430(2)Lake Bled

  • Vintgar-Klamm

Diesen Klamm darf man sich unserer Meinung nach auf gar keinen Fall entgehen lassen, wenn man durch Slowenien reist. Zwar sind die Eintrittspreise ganz schön gesalzen, die Stege und Wege dafür aber ausgezeichnet in Stand gehalten und wenn man wie wir um die Mittagszeit kommt (es gibt nur wenige Touristen, die auf ein pünktliches Mittagessen verzichten können), hat man das Areal eigentlich fast für sich alleine. Um sich die zusätzliche Parkgebühr zu sparen, gäbe es theoretisch auch die Möglichkeit sein Auto im nahe gelegenen Ort abzustellen.

Vintgar-Klamm2Vintgar-Klamm1

  • Peričnik Wasserfall

Hier können wir empfehlen nicht bis zum kostenpflichtigen Parkplatz zu fahren, sondern das Auto in einer der kleinen Buchten neben der Straße zu parken und dann die letzten Meter zu Fuß zu gehen. Nach einem steilen, aber sehr kurzen Weg durch den Wald ist man auch schon da. Dieser Ort erinnert uns übrigens total an Island, da man auch hinter den Wasserfall gehen und ihn somit umrunden kann.

DSC_0064(2)Pericnik WasserfallDSC_0084(2)

  • Soča Valley

Wir verstehen gar nicht warum wir hier auf so wenige andere Menschen treffen und dieser Spot nicht prominenter ausgeschildert ist, aber es soll uns nur recht sein. Um den sogenannten Grand Canyon Sloweniens zu sehen, ist unser Tipp beim Parkplatz namens Velika Korita Soče auszusteigen und hier etwas auf eigene Faust die Gegend zu erkunden. Es gibt zwar keinen offiziellen Trail zu den Punkten auf den Fotos und man muss sich seinen Weg ein bisschen durchs Gestrüpp bahnen, wird aber mit wahnsinnigen Blicken in die Schlucht belohnt.

Soca Valley1Soca Valley2

  • Virje Wasserfall

Dass die Wasserfarben in Slowenien einmalig sind, sieht man schon auf den letzten Bildern, aber dieser kleine See gibt uns dann wirklich den Rest. Wenn man Glück hat und wie wir zu einer Zeit kommt, in welcher der Virje Wasserfall nicht allzu tosend ist, kommt man in den Genuss eines kleinen smaragdgrünen Sees, der sich unterhalb bildet. Mit Worten lässt sich die Farbe eigentlich gar nicht beschreiben, man muss selbst hier gewesen sein.

DSC_0742(2)Virje Wasserfall

  • Kozjak Wasserfall

Es gibt so viele schöne Wanderwege im Triglav Nationalpark und der Trail zum Kozjak Wasserfall ist ein ganz besonders netter. Parken kann man am nahe gelegenen Campingplatz Lazar, der Weg führt an noch zwei anderen Wasserfällen vorbei und endet in einem Abschnitt, der  aussieht  als würde man durch den Dschungel Zentralamerikas wandern. Zum Schluss geht man nur noch ein paar steinige Treppen hoch, blickt um die Ecke und steht plötzlich in einer Art Natursteinhöhle mit Riss in der Decke, durch den das Wasser schießt – absolut einmalig sagen wir euch!

DSC_0914(2)Kozjak Wasserfall

  • Tolmin-Klamm

Einer der letzten Wanderspots auf unserer Reise ist der Tolmin-Klamm und wir hätten eigentlich nicht gedacht, dass es noch schöner werden kann. Aber doch, kann es! Die Bilder werden diesem Ort übrigens absolut nicht gerecht, denn das Wasser hat in Wahrheit eine so klare und hellblaue Farbe, dass man gar nicht wegsehen kann. Auch hier soll es in der Hauptsaison ziemlich voll werden, sehr früh oder wie wir recht spät kommen lohnt sich also.

Tolmin Klamm1DSC_0064 2(2)Tolmin Klamm2

  • Kanal ob Soči

Der kleine Ort Kanal ob Soči ist relativ unscheinbar an einer Hauptstraße gelegen und eigentlich ein kleiner Zufallsfund von uns, denn erst auf den zweiten Blick aus dem Autofenster fällt uns auf wie schön es hier eigentlich ist. Also wird wie so oft spontan kehrt gemacht und der Ausblick genossen. Auf unserer Fahrt Richtung Meer kommt hier zum ersten mal richtiges Rivierafeeling auf und die schnuckeligen Häuser erinnern uns total an Italien.

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  • Höhlen von Škocjan

Die Höhlen von Škocjan sind der größte unterirdische Canyon Europas und wenn ihr einen Ort in Slowenien besucht, dann bitte diesen! Leider ist das Fotografieren im Inneren der Höhle nicht erlaubt und wir können daher nur ansatzweise versuchen zu beschreiben, wie atemberaubend es hier ist. Nach einigen mit Millionen von Tropfsteinen gefüllten Kammern gelangt man in einen so wahnsinnig monströsen, unterirdischen Raum, dass einem eigentlich nur noch die Luft wegbleibt. Da wir zu einer Zeit nach starken Regenfällen in Slowenien sind, ist der Lärm durch den reißenden Fluss fast ohrenbetäubend und man kann sich nicht vorstellen, dass man von diesem Ort bisher noch nie zuvor gehört hat – definitiv eine der top drei Höhlen, die wir je gesehen haben!

  • Piran

Wen an Sloweniens Adria noch nicht das italienische Flair ergriffen hat, der kommt spätestens in Piran auf seine Kosten. In die Stadt hinein fahren dürfen nur Autos mit einem bestimmten Ausweis, man kann aber eines der Parkhäuser in Anspruch nehmen und anschließend den kostenfreien Shuttle nehmen. Wir wollen aufgrund des regnerischen Wetters schon fast umdrehen, überlegen es uns dann aber doch anders, und machen uns auf den Weg in die Altstadt – die absolute richtige Entscheidung! Mit dem geschützten Hafen und markanten Kirchtürmen erinnert Piran tatsächlich ein bisschen an Venedig und der Regen hat an diesem Tag wie so oft auch seine guten Seiten, denn wir spazieren fast mutterseelenallein durch die engen Gassen und genießen den Ausblick von der alten Stadtmauer.

DSC_0422(2)PiranDSC_0473(2)