Wir wandern 1200 Kilometer und 73300 Höhenmeter quer durch Österreich – der Zentralalpenweg

Der ein oder andere denkt sich beim Lesen des Titels vielleicht „jetzt sind sie total verrückt geworden“ und hat damit auch ein kleines bisschen Recht. Doch in gewisser Weise konnte man bereits bei diesem Beitrag erahnen in welche Richtung unsere Wanderpläne für dieses Jahr gehen werden und wer uns kennt, weiß: Halbe Sachen gibt es bei uns nicht. „Wir wandern 1200 Kilometer und 73300 Höhenmeter quer durch Österreich – der Zentralalpenweg“ weiterlesen

„Öhler-Schober-Überschreitung“ – Hausbergchallenge Tour 8

Länge 9.4 km (12 km mit Erweiterung zum Berggasthof Mamauwiese)
Höhenmeter 610 m im An- und Abstieg
Dauer 4 Stunden (Wanderführer: 4 Stunden)
Schwierigkeit mittel
Ausgangspunkt / Endpunkt Parkplatz Schobergraben, 4 km nördlich von Puchberg
Anfahrt Auto
Datum 04.04.2020
Begleitung Jonathan

Diese Tour gehört eindeutig in die Kategorie „Ich hatte keine Ahnung, dass solche Orte nur eine Stunde von Wien entfernt liegen“. Vor allem auf der noch nicht bewirtschafteten Mamauwiese kommt richtiges Österreichfeeling auf und mir wird wieder einmal bewusst, dass man nicht weit reisen muss um schöne Fleckchen besuchen zu können. Nach einer etwas längeren Hausbergpause, die sowohl private als auch Coronatechnische Gründe hat, geht es heute wieder los! Netterweise stellt uns Jonathans Vater wieder einmal sein Auto zur Verfügung und ich hake damit eine Wanderung ab, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohnehin nicht zu erreichen wäre. Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich werde heute wieder begleitet! Wie es dazu kam und die restlichen Hintergründe unserer doch recht speziellen „Coronasituation“ erzählen wir bald in einem anderen Beitrag.

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Das Auto wird geparkt und es geht gleich los vom Schobergraben zum Hof Öhlerhansl, wo uns die zwei süßesten Ziegen überhaupt erwarten. Abstand halten zu Zeiten des Coronavirus gilt zum Glück nicht beim Streicheln, denn vor allem das Ziegenmädchen ist wahnsinnig verschmust und lässt sich genüsslich den Kopf kraulen. Über die Grabenwiese geht es Richtung Hanslsteig in kleinen Serpentinen erst einmal recht steil bergauf bis man beim Öhlerschutzhaus ankommt. Wir genießen kurz die Aussicht und machen uns weiter Richtung Öhler, dann wieder etwas bergab und zum Schobergipfel beziehungsweise meinem ersten richtigen Gipfelkreuz dieser Challenge! Zwar gibt es bei diesem Kreuz keine typische „Gipfelsicht“, aber es zählt trotzdem. Zwischenzeitlich beginnt es lustigerweise leicht zu hageln, aber damit muss man im April wohl rechnen – ansonsten haben wir heute wettertechnisch einen sehr guten Tag erwischt!

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Die Blicke auf den Schneeberg sind übrigens unglaublich schön, auch wenn die Gipfel ein bisschen in den Wolken hängen. Nach vier Wochen Quarantäne sind wir einfach nur heilfroh in der Natur sein zu können und genießen jede Sekunde. Der Abstieg vom Gipfel führt zunächst einem wunderschönen Waldstück entlang des Bergrückens mit teils recht steinigen Passagen. Schließlich geht es steil bergab zur Mamauwiese, wo man sich entscheiden kann entweder direkt zurück zum Schobergraben zu gehen oder noch die Verlängerung zum Berggasthof Mamauwiese absolvieren möchte. Ich entscheide mich natürlich für die zweite Variante. Abschließend geht es an der Schoberalm vorbei wieder zurück zum Auto.

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Nach einigen Wochen ohne Wanderung hätte ich übrigens erwartet weniger fit zu sein, doch irgendwie fällt mir der Wiedereinstieg erstaunlich leicht – und das gibt mir gleich noch mehr Motivation in den nächsten Wochen richtig loszulegen.

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Du hast noch keine Ahnung, was die Wiener Hausbergchallenge ist? Dann schau dir doch mal diesen Beitrag hier an: Ich wandere 1310,2 Kilometer durch Niederösterreich – die Wiener Hausbergchallenge.

Eine Übersicht aller Touren findest du hier: Die Wiener Hausbergchallenge

„Über das Waxeneck“ – Hausbergchallenge Tour 7

Länge 16.3 km
Höhenmeter 590 m im Anstieg, 480 m im Abstieg
Dauer 4.5 Stunden (Wanderführer: 4.45 Stunden)
Schwierigkeit leicht
Ausgangspunkt / Endpunkt Pottenstein an der Triesting / Pernitz an der Piesting
Anfahrt Regionalzug 2325 nach Leobersdorf, anschließend Regionalzug 6677 nach Pottenstein
Datum 10.01.2020
Begleitung Solo

„Wer gerne durch ausgedehnte einsame Wälder wandert, wird an dieser Tour über das Waxeneck Gefallen finden“, steht es im Wanderführer geschrieben und ich gebe diesem Satz absolut Recht. Wieder einmal treffe ich heute auf keinen einzigen anderen Menschen. Mit dem wohl kürzesten österreichischen Zug – gerade mal einem Waggon – komme ich in Pottenstein an, wo mich erst einmal relativ frische Temperaturen und dichter Nebel erwarten. Als ich mich noch ziemlich verschlafen und durchgefroren die ersten Wiesen hochschleppe, kommt mir zum allerersten Mal während dieser Challenge ganz ehrlich gesagt der Gedanke: „Warum zum Teufel machst du das eigentlich? Was willst du dir damit beweisen?“. Die Antwort darauf kenne ich übrigens bis heute nicht, aber ich habe ja noch ein paar Touren vor mir um sie heraus zu finden.

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Richtung Götzelsteig geht es immer weiter durch Wald, Wald und noch einmal Wald. Achja und Nebel. Ein bisschen komme ich mir heute ja vor wie die Protagonistin einer dieser Horrorfilme, bei denen man ganz genau weiß, dass im nächsten Moment der schief lächelnde Axtmörder hinter dem nächsten Baum auftaucht. Aber naja, lassen wir das. Ich stapfe mit meinen heute etwas eigenartigen Gedanken weiter durch den Nebel und erreiche schließlich endlich das Ende der Wolkendecke. Die zaghafte Wintersonne kämpft sich mit aller Kraft durch die Bäume und schenkt mir den wohl bisher schönsten Moment dieser Wanderchallenge. Immerhin habe ich ja nach einem WARUM gefragt, jetzt habe ich die Antwort bekommen.

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Weiter hinauf und vorbei an der Josef-Koczirz-Rast nehme ich den Weg Richtung Geyersattel entlang des Waxeneckrückens. Die vielen privaten Sommerhäuser mit Blick auf den Schneeberg gefallen mir echt gut und schließlich komme ich beim Schutzhaus Waxeneck an, wo mich endlich mein Frühstück und ein ziemlich aufdringlicher Hüttenkater erwarten.

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Nach meiner Pause verlaufe ich mich einmal kurz im Wald und finde beinahe den Trampelpfad nicht, der mich den steilen Graben hinab führt. Durch Feichtenbach geht es anschließend eine Zeit lang die Landstraße entlang und dann durch ein wirklich wunderschönes Waldstück weiter bis zum Luckerten Stein. Meine Navigationsapp spielt heute ein bisschen verrückt und obwohl es hier viele von Wanderern beschriebene Schilder gibt, will ich aus Frust schon fast aufgeben, schaffe es dann aber schlussendlich doch noch – wuhu! Der Luckerte Stein ist eine Art Felsbogen mit tollem Blick über das Piestingtal. Hier geht es ganz schön steil bergab und ich will ehrlich sein: Fotos mit Selbstauslöser zu schießen kann hier ein bisschen riskant sein. Beim Hinunterklettern rutsche ich ab und kann mich gerade noch mit der Hand an einer Wurzel festkrallen. Ups.

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In Pernitz ist meine erste Schandtat gleich einmal ein Besuch im örtlichen Supermarkt, denn das karge Frühstück hat heute leider nicht lange angehalten. Aber Medjouldatteln und ein Nussmix stimmen mich wieder fröhlich und ich gehe gut gelaunt weiter zum Bahnhof.

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Du hast noch keine Ahnung, was die Wiener Hausbergchallenge ist? Dann schau dir doch mal diesen Beitrag hier an: Ich wandere 1310,2 Kilometer durch Niederösterreich – die Wiener Hausbergchallenge.

Eine Übersicht aller Touren findest du hier: Die Wiener Hausbergchallenge

Winterwandern und Rodeln in Osttirol – unsere Ausflugsziele und Tipps für ein verlängertes Wochenende

Zu unserem zweiten Hochzeitstag plant Jonathan eine kleine Überraschung und wir fahren für drei Tage ins schöne Osttirol. Wir trauen es uns fast nicht laut auszusprechen, aber es ist tatsächlich unser erster Urlaub in Österreich! Noch nie zuvor haben wir eine Unterkunft in unserem Heimatland gebucht oder waren mehr als zwei Stunden entfernt von Wien. Zwar werdet ihr in diesem Beitrag keine Touren zum Skifahren und Langlaufen finden (diese zwei Projekte werden von uns bald in Angriff genommen), dafür haben wir aber reichlich Tipps für wunderschöne Winterwanderungen und kilometerlange Rodelstrecken durch den Wald.  „Winterwandern und Rodeln in Osttirol – unsere Ausflugsziele und Tipps für ein verlängertes Wochenende“ weiterlesen

„Kreisbacher Runde“ – Hausbergchallenge Tour 6

Länge 15.8 km
Höhenmeter 420 m im An- und Abstieg
Dauer 3.75 Stunden (Wanderführer: 4 Stunden)
Schwierigkeit leicht
Ausgangspunkt Wilhelmsburg
Anfahrt Railjet nach St. Pölten und anschließend Regionalzug 6718 Richtung Schrambach
Datum 31.12.2019
Begleitung Solo

Eigentlich startet diese Tour ja im Wilhelmsburger Ortszentrum, weshalb ich auch am Bahnhof von Wilhelmsburg aussteige. Doch man kann sich die 1,5 Kilometer extra auch sparen und erst in Kreisbach den Zug verlassen. Von dort aus geht es den Fluss entlang am Schloss Kreisbach vorbei und anschließend nach rechts Richtung Kukubauerwiese. „„Kreisbacher Runde“ – Hausbergchallenge Tour 6″ weiterlesen